Christines Seychellenreise – Praslin – La Digue

Unterwegs begleiteten uns fliegende Fische, ein ganzer Schwarm. Nachdem wir auf Praslin ankamen, unsere Koffer in Empfang genommen haben (meiner war der letzte!!!), sind wir Richtung Parkplatz marschiert, immer am türkisfarbenen Wasser des Hafenbeckens vorbei. Auf dem Parkplatz wurden wir von der supernetten Mitarbeiterin der Mietwagenfirma Aventure Car Hire begrüßt. Wir bezahlten ebenfalls in bar, das Auto wurde uns erklärt und los ging es. Dieses Mal war es ein Kia. Wir haben gleich einen Einkauf im Supermarkt gemacht und dann ging es recht abenteuerlich zum Anse La Blague in das Summer Self Catering, was uns Volker Karpen empfohlen hatte. Es ging bergauf und bergab durch einen richtigen sagen wir mal Palmenwald, wir fuhren unter einem grünen Dach kann man sagen. Bei Gegenverkehr musste man kurz an einer mini Ausbuchtung anhalten sofern es sie gab, spannend war es jedesmal, wenn uns ein Bus oder etwas größerer Wagen entgegenkam….. An einem Bananenhain vorbeigefahren kamen wir am Anse La Blague an, oberhalb am Hang lag die kleine Appartementanlage (3), in denen der Vermieter ebenfalls mit seiner Familie wohnte. Unser kleines Auto schaffte es erstmal nicht, die steile Auffahrt nach oben zu kommen, halleluja……Bertrand kam uns aber entgegen und fuhr das Auto hoch, wir luden aus und bezogen das mittlere Appartement. Es war riesengroß, mit dunklen Echtholzmöbeln und bestand aus Küche, Schlaf/Wohnraum, riesigem sehr schönen Bad und einer ganz großen Terrasse mit fantastischem Meerblick. Hier konnte man über La Digue den Sonnenaufgang genießen. auf der Terrasse waren wunderschöne Holzmöbel wie gewachsen, Liegestühle und Loungemöbel. Die Fenster waren mit Lamellen bestückt, man konnte hinaus- aber nicht hineinsehen. Bertrand hatte die Lamellen mit Gaze bestückt. Klima und Ventilatoren waren ebenfalls vorhanden. Unterhalb des Appartementhauses liegt das Gästehaus La Blague, hier gibt es auch ein sehr gutes Restaurant, wo man frischen Fisch und leckere Curry’s bekommt. Unterhalb befindet sich ein Supermarkt, in dem man wirklich alles bekommt. Ich selber habe mich eines Besseren belehren lassen, Selbstverpflegung am Morgen ist bequem und wenn man auch weiß, das Frühstück auf den Seychellen eigentlich nichts besonderes ist, ist alles okay.

Am Strand war man meistens allein bzw. mit ganz wenig Menschen. Man konnte wunderbar schnorcheln, es gab auch viele Seegurken. Die Betonstraße mündete in einen Feldweg, ein paar Einheimische haben hier ihr Domizil, gebaut wird auch, aber nicht soviel wie auf der Hauptinsel Mahé. Jedenfalls ist das hier ein sehr schönes Fleckchen Erde. Wir haben viele Ausflüge gemacht, unter anderem an die Cote d’Or, zum Anse Royal, den Grand Anse an der Westküste (hat mir persönlich nicht so gut gefallen die Seite) und das Vallée de Mai. Wir sind auch hier mit vielen Leuten ins Gespräch gekommen und man kann gut mit Einheimischen über Schnorcheltouren verhandeln und ebenso gut kann man von ihnen frischen Fisch kaufen oder Octopus. Weiter bin ich allein mit Cat Rose nach La Digue gefahren um Freunde zu besuchen. Hier habe ich mir im Hafen ein Fahrrad für rund 6 € genommen und bin losgeradelt. Nachdem ich die Freunde besucht hatte, fuhr ich weiter zum Grand Anse,unterwegs findet man viele kleine Saftbars und am Grand Anse selber war sehr viel los, das ist aber nicht immer so. Auch hier ist ein neues Restaurant/Bar gebaut worden, beim ersten Besuch 2014 war hier nur eine kleine Hütte mit Palmenwedeln gedeckt. Auch auf dieser Insel wird ganz schön gebaut, jedenfalls merkte man die Veränderungen gegenüber 2014. Ursprünglich ist es aber und man kann sich wunderbar erholen und wer mit dem Fahrrad durch den Regenwald geradelt ist, vergisst das nie. Ich habe mir auch die Union Estate angeschaut, das Plantagenhaus wurde renoviert (sehr schön), ein kleines Café am Strand wurde gebaut und alles in allem auch viele Neuerungen, mir hat es sehr gut gefallen und ich bin dann weiter über die Plantage zum Anse Source d’Argent. Hier war natürlich viel los, bedingt auch durch die Tagestouristen. Am besten kommt man hier früh morgens her oder am Spätnachmittag. Sehenswert ist dieser wunderschöne Strand allemal. Zurück auf meinem gelben Fahrrad habe ich dann noch meinen Weg durch La Passe an der Kirche und der Schule vorbei Richtung Friedhof gemacht. In der Nähe vom Hafen sind kleine Souvenirshops zu finden, recht hübsch aus Holz gebaut. Meinen anderen Bekannten, ein Amerikaner, habe ich leider nicht angetroffen, seine Gästehäuser sind nunmehr in einem sehr schönen Garten zu finden, es ist innerhalb der vier Jahre richtig schön eingewachsen das Grundstück. Es liegt direkt gegenüber vom Anse Severe, auch hier findet man nun ein paar Bars und die Riesenschildkröten kommen einem entgegen. Ich bin weiter gefahren und hier wird ebenso ganz schön viel gebaut. Das war mir alles neu. Mein Weg führte mich weiter zum Anse Patatas zum Patatran Village. In einem dieser Ferienhäuser haben wir vor vier Jahren gewohnt. Auch hier ist viel getan worden. Das Hotel hat einen neuen Anstrich bekommen, allgemein wurde viel renoviert und dies hier ist auch ein sehr schönes Fleckchen Erde. Fährt man auf der Straße weiter kommt man am Anse Bananas vorbei und irgendwann ist die Straße zu Ende. Bei Ebbe kann man hier dann die Insel zu Fuß umrunden, besser aber nicht allein sondern mit einem Guide. Wie auch von Meerzeitreisen angeboten. Nun war die Zeit fast um und ich musste zurück zum Hafen, wo ich mit der letzten Fähre wieder zurück nach Praslin fuhr. Es war ein ganz toller Tag auf La Digue und ich weiß, dass ich hier auf jeden Fall nochmal herkommen werde! Man wird umhüllt von warmer Luft, diese Farben, sei es das Grün der riesigen Palmen und Bäume, die Lianen, überhaupt die ganze Vegetation, Geckos, Fische, Flughunde, Vögel und so weiter, einfach berauschend. Die Fährüberfahrt verlief ganz ruhig, es dauert ja auch nur 20 Minuten und man ist zurück auf Praslin. Hier war nun nur noch der Donnerstagabend und der Freitag, dann ging es wieder nach Mahé. Wir haben nochmal im Guesthouse La Blague zu Abend gegessen, die Geckos klebten an der Wand und es gab nochmal ein vorzügliches Curry. Freitag sind wir nochmal zum Anse Laszio gefahren und es waren kaum Menschen da. Wir haben nochmal geschnorchelt, wie im Aquarium, toll. Auch der Sonnenuntergang war sehr schön, das Meer hat geglitzert und das Farbenspiel war enorm, so ein türkisfarbenes Wasser, traumhaft. So brach der letzte Tag an und ich mag Abschiede überhaupt nicht gerne, Bertrand bat darum, alle Freunde zu grüßen, sie sollen sich die Seychellen anschauen kommen und er hofft, dass wir uns mal wieder sehen…… von mir aus sehr gerne…….

So ging es über die abenteuerliche Straße zurück zum Hafen, hier erwartete uns schon jemand von der Autoverleihung und wir fuhren durch die Absperrung direkt bis zur Fähre. Hier kamen gerade die Tagesausflügler von Mahé an und es herrschte ein buntes Treiben. Die Koffer wurden verladen und es ging zurück nach Mahé mit Cat Cocos bei schönstem Wetter.
Christine