Theresas Seychellentraum – Ausflüge auf Mahé

Mit Ian geht es auf Inseltour und dann werden die Seychellen unter Wasser erkundet.

Mahé – über Land und unter Wasser

Am nächsten Tag stand eine Tagestour mit Ian Pillay auf dem Programm. Man wird an der Unterkunft abgeholt und bekommt an einem Tag unglaublich viele Informationen über die Seychellen, die Seychellois, sowie Fauna und Flora. Außerdem gibt es viele Tipps für gute Takeaways, Dinge, die man sich noch anschauen sollte und gaaanz viele fantastische Fotospots.
Da wir zur Regenzeit auf Mahé waren, regnet es natürlich auch immer mal wieder. Mal länger, mal kürzer. Aber man hat schließlich Urlaub und verbringt die Zeit dann entweder im oder unter Wasser, oder mit einem guten Buch auf der Terrasse.
Nur schnorcheln hat uns nicht gereicht, wir wollten tiefer unter Wasser. Auf ging es also zur Tauchbasis des Dive Resorts am Anse La Mouche. Auf eine E-Mail im Vorfeld hatten wir leider keine Antwort bekommen, sind dann aber einfach mal dort vorbei gefahren. Wir wurden vor Ort sehr freundlich begrüßt und konnten schnell alle Modalitäten klären.

Am übernächsten Tag standen wir morgens um halb neun an der Außenstelle an der Baie Lazare in direkter Nachbarschaft zum Kempinski bereit. Auch hier wurden wir wieder sehr freundlich von der Crew begrüßt. Formalitäten erledigt und schon wurden wir mit unserem Equipment ausgestattet. Das Tauchboot liegt direkt vor der Tauchbasis im Wasser und es sind nur ein paar Schritte dorthin. Als Frau hat man es besonders gut- die Flasche samt Jacket bekommt man zum Boot getragen :-).
Auf dem Boot gab es dann eine kurze Sicherheitseinweisung und nochmal eine Vorstellung der anwesenden Crew. Beim Tauchspot angekommen, gibt es ein kurzes Briefing zum Tauchspot und schon ist man im Wasser. Der Tauchgang und auch die folgenden liefen völlig entspannt ab. Die Guides haben immer ein Auge auf ihre Truppe und man fühlt sich jederzeit sicher und in guten Händen. Auf 20m zeigen sich unglaubliche Mengen an Fischen, Oktopussen, Hummern, Rochen und bei unserem letzten Tauchgang auch viele Haie. Ein bisschen spooky ist es schon mit Haien zu tauchen, aber auch hier war unser Guide (Nicolas) völlig gelassen und hat sehr viel Ruhe vermittelt, so dass man sich sehr schnell entspannen und den Anblick in vollen Zügen genießen konnte.
Auch über Wasser gibt es auf Mahé unglaublich viel zu entdecken.
Wir haben sowohl den Gewürzgarten im Süden, als auch den botanischen Garten in Victoria besucht. Der in Victoria hat uns persönlich besser gefallen, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Man sollte auf jeden Fall in beiden Gärten bis ganz nach Hinten durchgehen, dann steht man plötzlich mitten im Urwald und das ist wirklich ein Erlebnis. Jedoch sind beide Gärten nichts für Fußkranke, wenn man alle Ecken sehen möchte. Auch sehenswert ist der Port Glaud Wasserfall- kleiner Tipp, hier ist sonntags der Eintritt frei.
Die Abende haben wir meist zu Hause auf unserer Terrasse verbracht. Das Autofahren ist auf Mahé schon im Hellen abenteuerlich, so dass wir das Auto im Dunkeln lieber stehen lassen wollten. Wunderschön ist es, in der Dämmerung auf den Stufen am Meer zu sitzen und den Flughunden zuzuschauen. Es gibt übrigens auf der Insel einen sehr zutraulichen Flughund, den man mit Trauben füttern darf- auch das lässt Ian bei seiner Tour nicht aus 🙂
Ansonsten sollte man mit Karte (klassisch aus Papier oder z.B. Mit Maps.me auch die abgelegenen Strände erkunden. Police Bay ist da noch sehr leicht zugänglich, beim Anse Capucins läuft man eine ganze Weile durch tiefsten Wald und fragt sich mehr als einmal, ob der Weg noch stimmt. Aber mit GPS und dem Meer an seiner Seite findet man den Weg. Vorbei kommt man an einer kleinen Ruine und auch sehr einsamen Stränden, die eine kurze Pause wert sind. Steht man dann am Anse Capucins (genug Getränke für unterwegs mitnehmen!) bietet sich ein fantastischer Anblick. Jedoch waren wir hier nicht so alleine wie an der Police Bay 😉 In Ermangelung eines Schattenplatzes haben wir den Rückweg angetreten und uns auf halber Strecke an einer kleinen, einsamen Bucht niedergelassen und einen schönen Tag verbracht.
Man sollte an vielen Sträden auf Grund von Korallenschutt und Seeigeln nur mit Badeschuhen ins Wasser gehen (außer vielleicht am Beau Vallon). Auch sollte man immer die Wellen und die Tide im Blick haben. Grade Police Bay hat auch im Januar/ Februar ordentliche Wellen und eine starke Strömung. Als ungeübter Schwimmer ohne Flossen kann man hier sicherlich schnell Probleme bekommen.


Im Vorfeld wurde ich oft gefragt, warum wir partout kein Inselhopping machen wollen. Auch wenn man in den Foren liest, dann bekommt man schnell den Eindruck, dass Mahé nicht so viel zu bieten hätte wie Praslin oder La Digue. Ich kann dem jetzt aus ganzem Herzen widersprechen. Mahé ist so unglaublich vielfältig. Der Norden ist anders als der Süden. Es gibt Passstraßen mit unglaublichen Aussichten, es gibt viele verschiedene Traumstrände (alle auf ihre Art besonders) und es gibt so viel anderes zu sehen und zu entdecken. Auch die Entscheidung für ein self-catering Apartment war für und genau richtig. Das Fleur de Sel hat eine super Lage, ein herzliches Team rundrum und einen Hausmeister, der einem auch mal eine Kokosnuss zum trinken vorbereitet auf die Terrasse legt.
Mahé sollte man, meiner Meinung nach, erkunden und nicht nur einen Strandurlaub in irgendeinem Resort verbringen. So lernt man Land und Leute kennen und verbringt einen unvergesslichen Urlaub 🙂

Theresa

Sue’s Seychellen-Schnack, Tag 3 – Jardin du Roi

Er hält, was er verspricht…denn beim Jardin du Roi handelt es sich tatsächlich um einen sehr königlichen Garten! Neben den zahlreichen unterschiedlichen, meist exotischen Baum- und Pflanzenarten – ich weiß nun, wie Vanille-Pflanzen und Zimtbäume aussehen – hat man von hier aus auch einen fantastischen Blick von oben auf die Anse Royale. Beim Genießen dieses Anblicks bewunderte ich auch den einen oder anderen Flughund, der dort seine Bahnen zog. Ich liebe diese Fruitbats!!!

Nach einer aufschlussreichen und interessanten Wanderung auf den Pfaden des Gartens des Königs, vorbei an umgestürzten Giganten des Nebelwaldes, kam ich am Ende zu dem größten Samen der Welt – der Coco de Mer. Ich habe mir sagen lassen, dass man hier dichter an die Kokosnüsse kommt als auf Praslin. Mal schauen…

 

Meine erste Wanderung durch den Nebelwald war sehr faszinierend für mich. Auch die Begegnung mit dem süßen kleinen Tenrek (Seychellen-Igel) wird mir für immer in Erinnerung bleiben.

Auf dem Rückweg machte ich noch einen kurzen Stopp bei den Kokogrove Chalets. Bei einem kühlen Gläschen Weißwein lauschte ich dem süßen Gezeter der Fruitbats, die sich um die besten Schlafplätze und Früchte stritten. Sehr amüsant wurde es, als die bereits schlafenden Vögel durch den Flügelschlag eines Flughundes geweckt wurden…das Geschrei war groß und der ganze Baum war wach 🙂

Sue

Lagoa das Furnas

ein Ausflug zu den vulkanischen Ursprüngen und dem Kratersee von Furnas

São Miguel, die größte Insel der Azoren bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten und großartige Landschaften. Mit seiner Gesamtlänge von über 60 km und Breite von über 16 km bietet sie unglaublich viele Unternehmungsmöglichkeiten. Für meinen ersten Ausflug auf São Miguel habe ich mir eine kleine Rundfahrt über die Insel, vorbei an grünen Wiesen und einer Teeplantage zum Kratersee Lagoa das Furnas vorgenommen. Ein gut gewählter Einstieg in meine Reise, verdeutlicht er doch den vulkanischen Ursprung der Azoreninseln.

Von Ponta Delgada geht die Reise zunächst über die Insel von Süden nach Norden, vorbei an der einzigen Teeplantage in Europa (man möge mich hier korrigieren, wenn das nicht stimmt). Furnas_Sao_Miguel_Azoren_025Der Plantage angeschlossen, ist die kleine Teefabrik Chá Gorreana, die immer noch den Tee wie aus einer längst vergangenen Zeit herstellt. Die Technik ist robust und erinnert an die industrielle Revolution. Die Maschinen laufen schon seit Generationen zuverlässig, aber benötigen immer noch sehr viel zusätzliche Handarbeit, bis das fertige Produkt über die Ladentheke geht.

Es gibt nur Tee aus rein ökologischem Anbau in grünen oder schwarzen Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Furnas_Sao_Miguel_Azoren_007Wie ich gelernt habe, wird beim Grünen Tee die Fermentation frühzeitig durch heißen Dampf gestoppt, wohin gegen der Schwarze Tee weiter fermentiert, bis der gewünschte Charakter erzielt wird. In der Endverarbeitung werden die Stengel der Pflanzen immer noch von Hand aussortiert. Für diese Arbeit würde es mit Sicherheit auch schon eine Maschine geben. In diesem Fall ist es jedoch nicht dem Mangel an Technik zuzuschreiben, sondern eher der gewünschten Beschäftigung für die Frauen des Ortes, die sich hier ihr Einkommen verdienen. Somit wird auch in Zukunft der Tee immer noch liebevoll per Hand sortiert und verpackt.

Furnas_Sao_Miguel_Azoren_040Entlang der sehr schönen wilden nördlichen Küste sind wir dann zu dem Lagoa das Furnas und seinen Kratern gefahren und hatten trotz der Bewölkung einen sehr schönen Blick auf den See.
Hier befinden sich auch zahlreiche heiße Quellen die immer noch aktiv sind und somit von der Aktivität des Vulkanes zeugen. Im heißem Dampf der Erde wird hier das traditionelle Eintopfgericht Cozido das Furnas gekocht. Der Ort Furnas ist geprägt von den vielen Heißen Quellen und stark mineral haltigen Brunnen. Der hohe Eisengehalt färbt die wasserführenden Rinnen dabei schon einmal tief rot.Furnas_Sao_Miguel_Azoren_052 Das Wasser erscheint dabei dennoch ganz klar und ist durchaus trinkbar, wie man mir erklärte. Die hellen rostroten Ablagerungen entstehen über die Jahre und bilden geradezu bizarre Muster auf den Steinen.

Beim Besuch des heimischen Restaurants wird uns das Cozido Gericht serviert, das zuvor aus der Erde gezogen wurde. Ein leckerer Eintopf mit vielen Kohl- und Gemüsesorten, Fleisch und Kochwurst.

Weiter ging es dann zum Botanischen Garten Terra Nostra. Er besteht schon seit nahezu zweihundert Jahren und ist bekannt durch seine Sammlung einheimischer und fremdländischer Pflanzen. Der Park ist ebenfalls von heißen Quellen durchzogen, dessen heißes Wasser sich in der Mitte in einem großem Thermalbad sammelt. Das Wasser hat 35-40ºC, riecht leicht schwefelig und ist dunkel rostbraun, aufgrund des hohen Mineral- und Eisengehalts. Es braucht einen Moment Überwindung, um in das braune Wasser zu steigen – es lohnt sich aber und ist sehr wohltuend 🙂

Volker